Drei Millionen Euro hat die Aktivistenorganisation Campact gesammelt, um damit massiv in die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern einzugreifen. Niemand weiß, von wem das Geld kommt, niemand weiß, wofür es genau verwendet wird. Alle ahnen: Campact will linken Parteien Stimmen verschaffen – doch als Parteispende deklariert der Verein seine Investitionen nicht.
Die Aktivisten von Campact sind kein Einzelfall. Zahlreiche Lobbygruppen nutzen die Tatsache, dass es in Deutschland kaum Transparenzvorschriften für NGOs gibt, systematisch aus, um zu verschleiern, welche Geldgeber in welchem Umfang ihre Aktivitäten finanzieren.
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Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft ist eine Art Dachgesellschaft von NGOs und gibt sich als Kämpfer für Transparenz. Ihre Mitglieder müssen Geldgeber jedoch nur veröffentlichen, wenn deren Spenden zehn Prozent des Gesamtjahresbudgets überschreiten.
Die Liste von Lobbygruppen, die ihre Aktivitäten mithilfe unbekannter Geldgeber finanzieren, ließe sich um tausende von Organisationen erweiterrn. Deshalb fordern wir: Gleiche Pflichten für alle.